Einmal in einem Oldtimer über die Route 66: Wir machen FRED! fit

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Einmal in einem Oldtimer über die Route 66: Wir machen FRED! fit

Warum eigentlich FRED! – diese Frage werden sich viele Leder berechtigterweise stellen.
Nun ja – guten Freunden gibt man ein Küsschen, aber vor allem aber mal einen Namen.
Frederick Hayes war der Vorbesitzer meines 1961er Fleetwood Sixty Special. Frederick war wohl Mitglied im Cadillac la Salle Club, was sich durch den guten Allgemeinzustand von FRED und auf einen Aufkleber auf der Frontscheibe zeigte.

Alles war perfekt. Auf den 250 Meilen nach Kenosha entschieden sich viele der Cadillac-Gizmos
von den Toten aufzuerstehen. Das Radio samt elektrischer Antenne entschied sich wieder am Leben teilzunehmen, sechs von acht elektrischen Fensterheben liefen plötzlich wieder und die elektrische Sitzbank begann zumindest wieder Geräusche von sich zu geben. Im Gegenzug verabschiedete sich dafür der Bremsdruck und es roch ungewöhnlich stark nach Benzin und beim ersten Tankstopp stellte ich fest, dass ein Reserverad auch zu viel verlangt war.

So. Also kurz vor Kenosha bei NAPPA Autoparts gehalten.
Batterie gekauft. Sicherheitshalber. Benzinschlauch und Schellen gekauft. Super wichtig und die goldrichtige richtige Entscheidung. Warum? Auf dem Hotelparkplatz des Raddison in Kenosha angekommen hat FRED dann beschlossen, dass zu tun was sich schon durch eine massive Geruchsbelästigung angekündigt hat: sein Revier zu markieren. Und zwar
nicht mit Öl – wie üblich – sondern mit Sprit. Gar nicht gut. Und eine mordsmäßige Sauerei, die bei mir beim Check-In auch gleich viel Applaus der Angestellten beschert hat.

In diesem Zusammenhang bleibt festzuhalten, dass JEDER Autoteileladen in den USA für den Hobbyschrauber DAS ist, was die Herbertstraße in Hamburg für Freier ist: ein Traum!
Die Grundregel ist: AUTOZONE, O’REYLLIES, NAPA (oder der andere der mir gerade nicht mehr einfällt) – EINER hat’s immer da und auf Lager. Und nachdem die Läden alle in einer Straße oder gegenüber voneinander sind – kein Problem. Es wird IMMER ein glückliches Einkaufserlebnis. PIT STOP, ATU und wie diese Versager alle heißen – ihr seid komplett scheiße und völlig überflüssig. Ihr würdet in den USA keine 2 Tage überleben und nach 14 Tagen den Insolvenzantrag stellen.

Nach dem Bezug des Zimmers also wieder aus auf den Parkplatz und auf den Bordstein hoch gefahren. Meine neue Jeans kurzerhand zur „Schaffhose“ degradiert und sämtliche Benzinleitungen von vorne bis hinten getauscht. Nachdem ich FRED! ja erst kurz vor Ankunft rappelvoll vollgetankt hatte, war das auch dann fast keine Sauerei (Nein) – ABER: FRED! sprang nun besser an (Überraschung!) und war nicht mehr inkontinent. Mein besonderer Dank geht in diesem Zusammenhang an den Hausmeister des Radision der mich stets mit aufmunternden Kommentaren und seinem Werkzeug versorgt hat – und an den hoteleigenen Shop dass er frische Zahnbürsten da hatte – meine war nämlich meinen tiefschwarzen Nägeln zum Opfer gefallen. Ansonsten bleibt festzuhalten, dass 6,4 Liter Hubraum ein ganz schöner Eimer ist und FRED! kann ordentlich zulangen – aber da haben wir ja was gemeinsam.

Der Grund warum ich in Kenosha Halt gemacht habe war ein guter Freund der dorthin ausgewandert ist. Das coole an diesem Freund, war sein riesengroßer Garten mit Aufsitzmäher. Warum? In dem riesengroßen Garten mit Aufsitzmäher war eine Hobby-Renngarage mit 4 Stellplätzen. Und eine Hebebühne. Mega. Für unsere lange Tour durch die USA wird FRED! nun fit gemacht. TOP I: Zündung – – alles fein. Alles neu. Kontaktlose Zündung, neue Kabel, Neue Kerzen, Neuer Verteilerfinger, und und und … soweit alles gut. AUSSER: Wir haben FRED! kaputt repariert und FRED! springt nicht mehr an. Wir haben aus Dummheit die Zündreihenfolge vertauscht – diese Erkenntnis wird zu diesem Zeitpunkt jedoch noch eine Tag brauchen. DAS TOLLE: mein Kumpel leiht mir in einem Zustand geistiger Umnachtung seinen neuen Cadillac – ein CTS-V Wagon mit stattlichen 560 Pferden. Sobald die Ladedruckanzeige zu zittern anfängt – wird es ziemlich schnell – also genau genommen sofort – ziemlich pervers. Jeglicher Rotz wird sofort penetrant wieder in die Nebenhöhlen umgesiedelt. Und Tränen des Glücks laufen waagerecht in Richtung Ohren. Fein. Fein. Fein. Cadillac baut endlich wieder schöne Autos.

Am nächsten Tag erkennen wir unseren Fehler und FRED! kommt zu weiteren Überholung in eine für American Muscle spezialisierte Dorfwerkstatt. Hierbei stellt sich heraus, das Dan und Roseanne Conner aus der Serie Roseanne TATSÄCHLICH existieren und ich den Spaß meines Lebens habe.
Wer dies bisher verrückt fand – der darf sich alsbald auf eine neue Episode von „Einmal in einem Oldtimer die ROUTE 66 cruisen“. Denn erst geht jetzt erst richtig los …so please stay tuned!

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